RECAP – BERLIN FASHION WEEK – BRIGHT / SEEK TRADESHOW

Nach einer Woche voller Hände Schütteln, Free Gin-Tonics auf diversen Events und einem Mode-Einheitsbrei auf sämtlichen Trade-Shows sind wir back in Business und haben ’nen ordentlichen Fashion Week Blues. Was soll man da also anderes machen, als kurz zu reflektieren, was die letzte Woche in Berlin so alles abging. Moralische Aufarbeitung sozusagen.

Wie jedes halbe Jahr machten wir uns also am Montag auf den Weg Richtung Berlin. Dank 600+ Kilometern Entfernung zwischen Mannheim und der Bundeshauptstadt war der erste Tag somit so gut wie dahin und das einzige wonach wir uns sehnten war….na klar…das Game of Thrones Staffelfinale (OMG!).

 

 

Bildschirmfoto 2016-07-04 um 13.59.16

So true…

 

_DSF1273

Am Dienstag und Mittwoch standen dann mit Bright und Seek die beiden größten / renommiertesten / einzigen Tradeshows im Bereich Streetwear auf der Agenda. Für alle Unwissenden: Bright und Seek finden unmittelbar nebeneinander in zwei großen Hallen des Arena Berlin Geländes statt. Während die Bright sich mehr auf urbane, jüngere Streetwear und Brands aus den Bereichen Skate, Sport und Urban konzentriert und somit Marken, wie The Hundreds, Vans, HUF im Portfolio hat, geht die Seek schon eher in Richtung Contemporary Fashion und hat erwachsenere, modischere Brands in ihrer Auswahl.

_DSF1261

_DSF1239

Zusammen ergibt das eigentlich eine ganz stimmige Kombination, wobei die Grenzen hier fließend sind. Leider sorgt das auch dafür, dass der Gesamteindruck zu einem Brei aus Bomberjacken, Long Tees und Co in kanye’sken Erdtönen wird. Obwohl das komplett so abzustempeln mit Sicherheit Unrecht wäre, hat es uns doch an Lichtblicken und Innovation gefehlt. Während sich das übliche Messe Procedere in den letzten Jahren um 180° gedreht hat, sind die meisten Standbetreiber einfach in der Zeit stehen geblieben. Kein Einkäufer der Welt geht heute noch auf Messen, um dort Ordern zu schreiben. Und das ist auch verständlich. Bei Ohrenbetäubender Lautstärke, stickigem Klima und Ablenkungen von allen Seiten würde wohl kaum jemand von uns entscheiden, wo man das nächste große Geld reinsteckt. Warum also als Marke / Aussteller die komplette Kollektion an Samples an drei Kleiderstangen klatschen und das wars? Natürlich ist das Fühlen der Qualität ein wichtiger Punkt und gerade um neue Marken kennen zu lernen sollte vor allem das Produkt im Mittelpunkt stehen. Aber dafür reicht auch eine gute ausgewählte Selektion an Highlights. Richtig macht’s, wer die Shows zu Branding zwecken nutzt und mit cleveren Installationen und innovativen Aktionen seinen Stand zu einem Hingucker macht und somit die Aufmerksamkeit auf seine Brand zieht. Leider meist Mangelware.

 

_DSF1240

_DSF1275

_DSF1258

Um dem ganzen im Fazit doch noch etwas positives abzugewinnen, soll hier erwähnt sein, dass beide Messen durchaus auch ihre Sonnenseiten haben: gutes Netzwerken mit Leuten aus der Branche, ein gutes Konzept beim Sneakerspot auf der Bright und jede Menge Inspiration (wie auch Entmutigung) bei den Besuchern der Shows.

 

Weitere interessante Stationen waren das Inan X Lee Release-Event im Soto Store, sowie der OPM Pop-Up Shop in Berlin Mitte….

_DSF1282

_DSF1289

_DSF1284

_DSF1291

 

Natürlich sollte auch das Abendprogramm alles andere als Langeweile versprechen. Den Startschuss des Wochenmarathons machte für uns das adidas Gazelle Event am Dienstagabend. In einer schönen Hinterhof-Location in Berlin Mitte wurden die Räumlichkeiten ganz dem neuen – alten Zugpferd der Marke mit den drei Streifen gewidmet. Bei entspannter Stimmung und guten (=kostenlosen) Drinks konnte das Konzept rund um die Gazelle begutachtet werden. In einem Hinterraum gab es dann sogar exklusive Einblicke auf die Gazellenation (= das übermäßige Comeback der Gazelle) 2016 / 17, sowie weitere kommende Highlights. Wir können schon mal so viel verraten: adidas nimmt den Fuß keinesfalls vom Gas!

Bildschirmfoto 2016-07-04 um 16.42.38

Am Tag drauf sollte dann mit der Bright X Seek X Highsnobiety „The Off“ Party das Highlight der Woche stattfinden und die Unabhängigkeit von der medialen Omnipräsenz der Generation Smartphone & Co celebriert werden. Im Klartext: Einfach mal Abschalten! Eigentlich eine gute Idee. Leider scheiterte die Party aber an den Erwartungen der Besucher. Die waren zu Recht hoch. Mit DJ Batman, Kyu Steed, J $tash und den Section Boyz aus UK waren gleich ein paar Hochkaräter eingeladen die Bühne zu bespielen. Die Location, ein altes Lagerhaus, war im Prinzip auch cool, nur leider sehr weitläufig und schwer zu füllen. Das größte Problem war allerdings der Sound. Leider hörte man bei diversen Live-Auftritten nicht viel mehr als dumpfes Gebrülle und die Wände des geräumigen Lagerhauses warfen die Geräusche mit suboptimalem Hall-Effekt zurück. Nicht zuletzt deshalb verließ ein Großteil der Besucher die Party noch bevor die „Headliner“ aus London auf die Bühne kamen. Trotzdem wollen wir auch hier nicht nur rumnörgeln. Viele coole, schöne Leute auf einem Fleck, gute (=kostenlosen) Drinks und absolutes Fashion Week Feeling…

seek-bright-highsnobiety-party-berlin-33

seek-bright-highsnobiety-party-berlin-4

seek-bright-highsnobiety-party-berlin-7

Bilder der Party by Highsnobiety

Donnerstag war dann noch mal ein bisschen Shopping angesagt. Favorisierte Adressen: Wood Wood, Voo Store, Soto & Co. Zum Abschluss noch ein absoluter Meistertipp. Sicher wird in einer Stadt, wie Berlin viel über den „Besten Burger der Stadt“ diskutiert und jeder meint ihn zu kennen. BBI, Burgeramt, Schillerburger, bla, bla. Aber wir kennen ihn wirklich. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls solltet ihr unbedingt mal Lily Burger am Hermannplatz abchecken. Ungelogen sehr, sehr guter Burger!

13575509_1231547200203278_1249288037_o

 

Bis zur nächsten FW im Januar, dickes B!

_DSF1301

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.