our top 3 albums of september

Wie viele von euch wissen, sind wir bekennende Musikliebhaber. Um euch ein wenig näherzubringen, was es bei uns im Office diesen Monat so auf die Ohren gab, wollen wir euch kurz unsere Top 3 Alben im September vorstellen. Wer sie noch nicht gehört hat, sollte das schnellstens nachholen.

 

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1. FloFilz – Cenario 

Wer die hiesige Beat-Producer Szene verfolgt, hat selten so viel Auswahl gehabt, wie jetzt. Neben sämtlichen Generation Y Genres à la Cloud Rap, Trap und Co, gibt es ein Parallel Movement, das sich zurück zu den Wurzeln bewegt, da wo Hip Hop her kommt. Während Künstler, wie Suff Daddy, Dexter und Brenk den Weg der deutschen Produzenten Szene ebneten, haben in den letzten Jahren viele junge Hungrige den Windschatten genutzt und ihr Talent hinaus in die Welt getragen. Darunter Namen wie Bluestaeb, Wun Two, Hubert Daviz, Knowsum und viele weitere, die ihr ganz eigenes Subgenre gebildet haben und represäntieren: Oldschool Future (wie es auch das Kollektiv um Figub Brazlevic, Bluestaeb und S.Fidelity nennt). Ein Anhänger dieses Genres ist auch FloFilz. Praktisch mit der Geige an der Schulter in Aachen geboren, ist der Vollblutmusiker und Jazz-Liebhaber einer der Vorantreiber des Movements. Nachdem er relativ schnell Geige gegen MPC austauschte, finge er an einzigartige Jazz-Sample-Lastige Hip Hop Mucke zu machen und nach einem Abstecher bei Jakarta Rec. dann bei Melting Pot Music landete. Genau die richtige Umgebung also. Nachdem sein Debut „Metronom“ die Eindrücke einer Paris-Reise musikalisch darstellte, lieferte er mit „Speak Thru“ (Jakarta Rec.) einen weiteren starken Langspieler. Mit „Cenario“ erschien nun der Metronom Nachfolger, der durch eine Reise ins schöne Lissabon inspiriert wurde und voller Referenzen an die dort sehr beliebten jazzigen Bossanova Klänge steckt. Unbedingt reinhören!

 

 

2. Isiah Rashad – The Suns Tirade 

 

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Lange hat er sich Zeit gelassen. Die Erwartungen nach seinem 2014 Debut „Cilvia Demo“, das unter anderem den Hit „Shot you down“ hervorbachte, waren riesig. Prophezeiungen als das „nächste große Ding“ nach Kendrick und Weltruhm wurden dem TDE-Schützling zugesprochen. Wahrscheinlich war genau dieser Hype, der Grunde warum der Mann aus Chattanooga, Tennesse abhob und eine Zeit lang nicht wieder runterzukommen scheinte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach mehreren Eskapaden stand wohl seine TDE-Mitgliedschaft auf der Kippe. Das beweist auch das Intro von The Suns Tirade, bei dem TDE Präsident Dave Free in einer Sprachnachricht sein Unverständnis ausdrückt und Rashad quasi vor ein Ultimatum stellt:

„The fact that I still don’t have you God damn album, I don’t understand this process dog like hell you got… like everybody was bumpin‘ your last shit, you don’t want to get your next shit out? You don’t care? You don’t care that they want to hear your next shit? You just that good huh? That must be your whole thing then. Man you got until Friday bro, I’m not asking no more dog, you got until Friday. I’m not asking no more“

 Um so erfreulicher, dass er sich jetzt wieder seinem musikalischen Schaffen widmet und mit The Sun’s Tirade den Beweis liefert, dass er einer der talentiersten Lyricists dieser Zeit ist. Das wird bei TST nämlich noch mehr in den Vordergrund gestellt. Passend Während die Beats auf Cilvia Demo teilweise noch zu viel Raum einnahmen und teilweise nicht wirklich auf den MC zugeschnitten schienen, passt dieses Jahr das Musikalische zu Isiah, wie Topf und Deckel. Ch-ch-check it out!

 

3. Bon Iver – 22, A Million 

 

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Auch das Projekt um Sänger, Gitarrist und Organist Justin Vernon ließ uns 5 Jahre auf den Nachfolger von „Bon Iver“ und somit den dritten Langspieler „22, A Million“ warten. Aber wer mit Kanye abhängt und als eins der größten Phänomene der Insider Musikszene gilt, kann sich das erlauben. Die Hangouts mit Kanye sind wohl auch der Grund, warum das neue Album weitaus basslastiger, als seine Vorgänger ist und teilweise den beruhigenden Gesang in den Hintergrund stellt. An der ein oder anderen Stelle sogar etwas zu sehr. Trotzdem schafft es Bon Iver abermals eine positive, harmonische Grundstimmung zu erzeugen, wie man sie sonst selten erlebt. 22, A Million hat stärkere und schwächere Songs,  funktioniert aber als anspruchsvolles Gesamtwerk super und gehört für uns deshalb schon jetzt zu den Alben des Jahres. Einzig allein die seltsamen Songtitel hätte man sich sparen können, aber die gehören wohl auch zum künstlerischen Schaffen.

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